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Nach einer wahren Begebenheit

AUSZUG AUS MEINEM ROMAN

Wie eine Trotzburg saß er mit verschränkten Armen nun vor ihr. Selbstgefällig lehnte er sich zurück, streckte salopp entspannt seine langen Beine vor ihr aus und schmunzelte sie kampfeslustig an.

„Macht es Spaß?“

„Was? Was meinst du?“ fragte er scheinheilig, wobei er schadenfroh und spöttisch vor sich hin lächelte.

„Macht es Spaß, mich ständig zu schockieren, mir ständig irgendwelche Gemeinheiten an den Kopf zu werfen?“

„Was kann ich dafür, wenn du Fakten nicht akzeptieren kannst. Und Fakt ist nun einmal, dass ich jetzt weiß, dass ich dich nie liebte. Ich frage mich sowieso schon länger, wieso mir das erst jetzt klar wurde.“

„Du bist so wunderbar gemein. Du scheinst dir richtig gut in deiner neuen Rolle eines zweiten J.R. Ewing zu gefallen. Ist es nicht so?“

„Wenn du meinst, dass ich nur eine Rolle spiele, muss ich dich enttäuschen.“

„Aber wenn du glaubst, dass du der Einzige hier bist, der sich seit geraumer Zeit allerlei Fragen stellt, dann muss ich dich ebenso enttäuschen.  Denn auch ich stelle mir seit einigen Wochen einige Fragen.“

„So, na dann mal raus mit der Sprache. Wenn wir schon dabei sind, uns gegenseitig Klarheit zu verschaffen, dann leg mal los. Nur keine falsche Scheu. Sag schon, worüber denkst du angeblich schon lange nach?“
Eigentlich hatte Anna sich geschworen, egal wie gemein er auch zu ihr sein würde, so etwas niemals auszusprechen. Niemals so tief zuzuschlagen. Sich niemals auf sein Niveau zu begeben. Doch das Fass des Unerträglichen war inzwischen mehr als voll bei ihr.

Ein kleiner Auszug aus dem Roman: „Traurige Gewissheit … oder ist alles nur ein böser Traum?“

 

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