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Verstoßen – Meine Tochter, mein größter Feind

Wenn Töchter zur Erzfeindin der eigenen Mutter werden ! 

Ich weiß nicht, was passiert sein soll, wann etwas passiert sein soll, wann aus meinem kleinen Mädchen ein Biest wurde. Das Einzige, was ich genau weiß ist, das unsere Tochter immer wie das berühmte kleine Prinzesschen behandelt wurde. Das war wahrscheinlich der größte Fehler, den wir machten. Wir haben ihr immer viel zu viel zugestanden, viel zu viel durchgehen lassen. Sie war auch schon als kleines Kind sehr selbstbewusst und durchsetzungsstark, wenn sie wieder einmal mit dem Kopf durch die Wand wollte. Und natürlich hat der Papa meistens, wie Papas sich eben verhalten, wenn es um das Prinzesschen geht, oft ja gesagt. Meistens mit der Begründung: „Ach lass sie doch, lass sie ihr Leben genießen. Nur weil wir das alles nicht konnten, muss sie ja nicht auch darauf verzichten.“

Aber auch ich war viel zu oft zu schwach, um mich gegen ihre penetrante Art wieder und wieder durchsetzen zu müssen. Irgendwann hat man einfach auch keinen Nerv mehr, sich immer und immer wieder in tausend Diskussionen mit einem aufmüpfigen Kind zu verstricken. Und als sie Teenager wurde, gab es von ihrer Ausgabe die Steigerungsform. Was sie sich alles einfallen ließ, um uns zu überrumpeln, um uns zu täuschen, um uns Geld aus der Tasche zu locken, um irgendwelche Schmarotzer in ihrer Studentenwohnung auf unsere Kosten durchzufüttern oder wie sie begann, uns ihre Eltern ständig schamlos zu belügen und am Ende sogar zu betrügen.

Sie schreckte in ihrer Schamlosigkeit nicht einmal davor zurück, beinahe die Karriere unserer damaligen Bankdirektorin zu zerstören. Danach kam es zwischen Tatyana und uns zu einer ernsten Aussprache und dem Entzug von Geld und Auto und Luxusleben. Sie brach daraufhin jeden Kontakt zu uns ab. Heute bin ich geschieden, sie hat nach vielen Jahren wieder Kontakt zu ihrem Papa, aber ich bin der Erzfeind geblieben. Nur warum, ist mir nicht klar. SIE hat uns fast in den Wahnsinn getrieben mit ihren Eskapaden, nicht ich sie. Wir haben nur die Notbremse ziehen MÜSSEN.

Denn sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes zu unserem teuersten Hobby, dass man sich vorstellen kann. Und auf was hatten wir ihretwegen nicht alles verzichtet. Von unserer Weltumsegelung mal ganz zu schweigen. Heute ist sie in England verheiratet, hat zwei Kinder, eine niedliche Tochter, die sie hoffentlich später einmal so behandeln möge, wie sie ihre Mutter behandelt, und einen schwer behinderten Sohn.  Ich eröffnete ihr  Möglichkeiten der Ausbildung, die sie ohne mein Engagement nicht erreicht hätte. Wochenlange Wohnungssuche in Aix en Provence, wo sie gegen alle Warnungen unbedingt studieren wollte.

Aber ich weiß natürlich, dass ich kein Einzelfall bin. Gerade in der heutigen Zeit, wobei meine Tochter bereits vor über 30 Jahren auf die Welt kam, in einer Zeit, in der leider Kinder oft zu sehr verwöhnt werden, scheint Mama gerne der Erzfeind Number one zu werden.      

Oft wissen manche Kinder gar nicht mehr zu schätzen, was sie alles durch die Eltern an Komfort erhielten und an Berufschancen, die anderen Kindern oft verwehrt bleiben. Aber gerade diese verwöhnten Kinder danken es ihren Eltern gerne einmal mit einem Tritt in den Hintern.

All ihre Missetaten sind in meinem Buch „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum“ nachzulesen. Da stehen jedem Leser sicher die Haare zu Berge. Garantiert.

biografischer Roman
Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum
Verstoßen – Meine Tochter, mein größter Feind
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Caren Anne Poe

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