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Indie-Autoren

Copyright-Klau – Ein Milliardengeschäft mit Selfpublisher Büchern?

Entwickelt sich Amazon als perfekte Plattform für Copyright Diebe?

Werden Milliarden €/$  mit Millionen Selfpublishern verdient?

OHNE das der Selfpublisher einen Penny erhält?

 

Ich habe bereits im vergangenen Jahr darüber berichtet, wie dreist weltweit auch deutsche Bücher von Selfpublishern angeboten und verkauft werden, OHNE das der Autor auch nur einen Penny davon sieht. Ich möchte heute nicht wissen, wie viele geraubte Copyrights missbraucht und in andere Sprachen übersetzt und mit neuem Titel versehen, verkauft werden, OHNE das der geistige Eigentümer / Autor je davon erfahren wird, noch einen Penny sieht.

Heute existieren viele Bücher von Selfpublishern, die es leicht auf die Bestsellerliste schaffen könnten, wenn sie entsprechend promotet würden. Leider fehlt den meisten Selfpublishern dafür das nötige Kapital. Darum sind sie auch so leichte Opfer von Betrügern, einer Buchmafia, die ganz offensichtlich heute dieses gigantische Potential des Copyright-Klaus für sich entdeckt haben.

Ich kann NUR jedem Autor raten, seine Bücher regelmäßig im Internet mit Titel und dem eigenen Autorennamen zu suchen und zu checken, WER alles das Buch anbietet und WO und zu welchem Preis? Notfalls Anzeige erstatten. Als ich letztes Jahr mehrere Leute, die als Berater/Informer/Tippgeber der Selfpublishercommune bekannt sind, darüber informierte, wurde ich ausgelacht. DOCH das Thema ist nicht mehr zum Lachen. Wir leisten die Arbeit und Betrüger kassieren ab und das NICHT zu knapp. Davon bin  ich nach meiner eigenen Erfahrung mehr denn je überzeugt.

Aber so lange sich die Börsenvereine, Literaturclubs (meisten ja nur vertreten durch Autoren großer Verlage, deshalb KEIN Interesse!), oder Literaturzeitschriften, Vereine aller Art, die Selfpublisher-Verlage/Distributor nicht dieser Sache ernsthaft annehmen, wird der Klau weitergehen und große  Vertreiber angeblich gebrauchter Bücher weiter über Amazon ihr Unwesen mit nagelneuen Nachdrucken von Selfpublisher-Büchern Millionen, wenn nicht sogar Milliarden verdienen.

Ich habe 4 meiner Bücher im Januar 2017 gestoppt und immer noch sind einige davon im Handel. Gestern habe ich z.B. Twentysix angeschrieben, deren Vertrag ich letztes Jahr kündigte, weil praktisch NULL Umsatz kam, und der im Jan 2017 auslief. Heute, fast ein Dreiviertel Jahr später ist mein Büchlein „Chiccos abenteuerliche Reisen“ immer noch bei Amazon käuflich zu erwerben, Verlag TWENTYSIX!  

Ich habe sie daraufhin angeschrieben und heute Morgen folgende Antwort erhalten und entsprechend geantwortet. Siehe im Anschluß. Dazu muss ich sagen, dass ich und Freunde 3 Bücher in den letzten Monaten bestellt haben, gebraucht, um zu sehen, was kommt. ALLE Bücher kamen, wie auch die anderen, nagelneu eingeschweißt, ungelesen, ungeöffnet an. Für mich ist das ganz klarer Betrug und Diebstahl geistigen Eigentums. Aber wie sagt man so schön: Wo kein KLÄGER, dort kein RICHTER. Handeln ist jetzt angesagt.

Sehr geehrte Frau Poe,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Solange der Großhändler noch ein Exemplar auf Lager hat dürfen die Kataloge wie Amazon den Titel noch verkaufen. Von BoD wird er nach Abverkauf nicht mehr gedruckt und ausgeliefert.  

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Finn Uwe Belling

TWENTYSIX-Kundenservice
In de Tarpen 42
22848 Norderstedt
Tel.: +49 40 – 5555399 – 26
E-Mail: info@twentysix.de
URL: www.twentysix.de

Meine Antwort heute Morgen:

Sehr geehrter Herr Belling,

das kann eigentlich nicht sein! Denn die Bücher werden BoD gedruckt. Also erst nach einer Kaufbestellung. Seit Januar sollte das Buch nicht mehr im Handel sein. Es werden so viele Raubkopieren heute von den Selfpublishern verkauft und das geistige Eigentum gestohlen, dass es wirklich langsam Zeit wird, dass sich der Verbraucherschutz und die Staatsanwaltschaften damit befassen.

Ich habe die Nase voll davon. Ich habe mir selbst über Freunde 3 Bücher Chicco (Umschlage und Rechnungen als Beweise gesammelt) gekauft in den letzten 6 Monaten. UND IMMER kamen die Bücher eingeschweißt und nagelneu gedruckt an, obwohl sie angeblich gebraucht sein sollten.
Hier wird so viel Betrug und Schindluder mit den fleißigen Selfpublishern betrieben, dass ich jetzt aktiv werden werde. Denn auch meine anderen Bücher werden genau so kopiert, nachgedruckt und ohne das ich einen Penny erhalte, verkauft. Hier muss endlich mal gehandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Caren Poe

> Kundenservice Twentysix <info@twentysix.de> hat am 25. August 2017 um 09:40 geschrieben

Buchhändler lehnen Selfpublisher-Bücher ab

Die Arroganz zu vieler deutscher Buchhändler, die Bücher von Selfpublishern nach wie vor ablehnen, wird ihnen vielleicht irgendwann das Genick brechen. Denn Amazon wächst und wächst und hat den Zahn der Zeit erkannt. In den USA sind Presseberichten zu Folge bereits ca. 70% der Buchhändler vom Markt gefegt. Amazon Aktie stieg um 17%. Doch in Deutschland sägen die Buchhändler nach wie vor an ihrem Ast, auf dem sie selbst sitzen. Eine alte Weisheit sagt: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“ „Nach unerwartetem Quartalsgewinn schießt die Amazon-Aktie in die Höhe. Insgesamt verdiente Amazon von April bis Juni 92 Millionen Dollar. Im Vierteljahr davor hatte der Konzern noch 57 Millionen Dollar verloren und im Vorjahresquartal 126 Millionen Dollar….Der Umsatz erreichte knapp 23,2 Milliarden Dollar, wie Amazon nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte………..“ war heute die Börsennachricht des Tages.

Roman: Traurige Gewissheit ...oder ist alles nur ein böser Traum

Roman: Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum

Ich habe meine Bücher mal einigen Buchhändlern angeboten. Sie kennen sie noch nicht, sie haben sie noch nicht gelesen und trotzdem mir sofort eine Absage geschrieben, als ich anbot, ihnen bei Interesse ein kostenloses Exemplar zukommen zu lassen. „Kein Interesse“, war die Antwort. Irgendwann und irgendwo habe ich mal gelesen, dass Amazon plant, auch eigene Shops für seine Autoren in Europa/Deutschland zu eröffnen. Sollte das passieren, bekommen die überheblichen Buchhändler, die keine Selfpublisher-Bücher in ihrem Laden anbieten wollen, ihre Quittung. Man darf gespannt sein. Caren Anne Poe Indie-Schriftstellerin  

Rezensenten gesucht – biete Rezensionen

Die Gruppe der Selfpublisher wird immer größer und damit auch die Masse der Bücher, die Rezensionen benötigen. Jährlich strömen zig tausende neuer Bücher in diesen Markt. Und alle Autoren haben das gleiche Problem, wenn sie als Newcomer in diesen Teich springen. Sie benötigen Rezensionen von Rezensenten, die fair und anständig ein Buch bewerten. Denn wer bei Amazon im Ranking vorwärts kommen will, benötigt Rezensionen, eine Menge. Ich habe schon sehr viele Bücher verkauft, aber immer noch so wenig Rezensionen, weil die Menschen heute faul sind, weil offenbar nur noch wenig Leute sich etwas Zeit für Rezensionen der gelesenen Bücher nehmen wollen. Jeder konsumiert, dank der billigen eBooks Bücher wie am Fließband, doch kaum ist ein Buch fertig, beginnt man mit dem Nächsten. Aber zu wenig Leser nehmen sich nach einem guten Buch die Zeit, hinterher eine Bewertung schreiben zu wollen, was sehr schade ist.

Da aber die Gemeinde der Selbstverleger, der Indie-Autoren,  selbst schon eine riesengroße Anzahl, nicht nur von Autoren, auch von Lesern ist, wäre es doch eigentlich eine tolle Sache, wenn Autoren sich gegenseitig unterstützen würden, in dem sie die Bücher anderer Autoren lesen und bei Amazon bewerten. Natürlich muss das auf Gegenseitigkeit beruhen, sonst macht es keinen Sinn, seine Bücher kostenlos als Rezensionsexemplare zu versenden.

Ich biete hiermit an, Bücher anderer Autoren bei Amazon zu rezensieren, wenn die gleichen Autoren auch meine Bücher rezensieren. Und natürlich setzt jeder Autor voraus, dass sein Buch gefällt, sonst hätte man es nicht geschrieben und erst recht nicht veröffentlicht.

Ich würde mich über möglichst viele nette Angebote/Anfragen freuen. Bitte per Mail an meine Mailanschrift: autor@caren-anne-poe.com

Eure Caren Anne Poe, Autorin

Wie starte ich erfolgreich als Selfpublisher

Es empfiehlt sich auf jeden Fall zuerst einmal mit einem der Größten zu beginnen, nämlich mit Amazon. Und am besten beginnt man mit dem KDP, als dem Kindle Direct Publishing-Programm. Dann ist man zwar für 3 Monate an KDP-Amazon gebunden, aber es lohnt sich. Mit dem Select-Programm versucht Amazon, Nutzer der Selfpublishing-Plattform KDP exklusiv an sich zu binden. Als Autor bietet man ein Buch exklusiv für drei Monate bei Amazon an – dafür erhält man gewisse Vorteile, etwa die Aufnahme in KindleUnlimited oder die Möglichkeit, kostenlose Werbeaktionen zu starten. Danach kann man es über einen Distributor wie Bookrix, Neobooks oder auch Xinxii in alle gängigen eBook-Shops liefern lassen. Man erhält dann seine Abrechnung von dem jeweiligen Distributor, der mit den Händlern abrechnet. Und ich denke, man sollte nach drei Monaten KDP Phase auf jeden Fall diese Exklusivität beenden.

Auch empfiehlt es sich, ein Lektorat in Anspruch zu nehmen, wenn man sprachlich nicht sicher ist. Allerdings ist das keine billige Sache, denn man muss zwischen 3€ und 8 € je Seite rechnen, die lektoriert wird. Das schlägt ganz schön zu Buche. Viele können sich das nicht leisten. Deshalb sollte man sein Buch selbst mehrfach lesen, immer in Abständen von mindestens einer Woche. Ich hatte für meinen Roman:

Kopie TG von Amazon-Seite

Traurige Gewissheit …oder alles nur ein böser Traum

„Traurige Gewissheit …oder alles nur ein böser Traum“ zwölf Probeleserinnen, die genau auf Aussprache und Fehler achten sollten. Ich fand hinterher noch jede Menge Fehler und auch stilistisch gab es noch etlichen Verbesserungsbedarf.

Beim ersten Buch werden sich trotzdem, auch nach dem hundertsten Mal lesen, noch Fehler finden lassen, weil man selbst Textblind wird, schließlich kennt man seinen Text bald auswendig. Aber keine Sorge, es sind noch nie Bestsellerautoren vom Himmel gefallen. Die meisten haben mal klein begonnen. Als Indie-Autor benötige ich erst einmal ein Thema, eine Story, eine Idee, die ich in ein Manuskript bringe. Dann muss ich mir Gedanken über ein passendes Cover machen und den Klappentext (Rückseite). Seien Sie vorsichtig mit Fotomaterial, dass nicht ausdrücklich zur freien Verwendung freigegeben ist. Copyright.

Ist Ihr Buch dann endlich fertig, testen Sie es am besten bei Amazon zuerst. Denn Amazon ist und bleibt vorerst der schnellst, beste und bequemste Weg, die Markttauglichkeit ihre Werks zu testen. Und Sie müssen sich bei Amazon, wie auch bei den anderen eBook-Distributoren, auch keine Gedanken um ISBN Nummern oder die Preisbindung machen. Sie erhalten, wie bei fast allen Distributoren  70% der Nettoeinnahmen. Aber Amazon ist nach wie vor der Größte im Bereich eBooks.

Sollte sich Ihr eBook dann gut verkaufen lassen, können Sie immer noch darüber nachdenken, es eventuell als Taschenbuch drucken zu lassen und es in den Buchhandel zu bringen, oder Sie verkaufen es erst einmal als Taschenbuch über Amazon. Dazu müssen Sie sich bei CreateSpace.com anmelden, dort ihr Cover erstellen oder hochladen, dann die Dateien, dann wird es geprüft und nach spätestens vier Tagen, meistens früher, freigestellt.

Ich wünsche allen viel Erfolg.

 

Meine Erfahrungen auf der Buchmesse Frankfurt 2014

Letztes Jahr war ich auf der Buchmesse, um mich genauestens über den Bereich Selfpublisher zu informieren. Dieses Jahr 2014 habe ich zwei Bücher  vorgestellt. Meinen Roman „Traurige Gewissheit…oder alles nur ein böser Traum“  , sowie meinen Ratgeber Gesundheit  „Polyarthritis Good Bye“

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Ich konnte viele interessante Gespräche führen und beobachten, wie oft meine Bücher in die Hände der Messebesucher genommen wurden. Es hatte mich angenehm überrascht, wie groß das Interesse an meinen beiden Büchern war. Seitdem steigen die Verkaufszahlen rapide an. Mein nächster Roman wird eine Persiflage, eine Parodie auf die Ehe von Ehepaaren ab 50.  Dieses Mal wird es viel zum Lachen und Schmunzeln geben.

Was ich allerdings sehr schade fand auf der Buchmesse war, dass man an den Laufbändern wieder einmal NUR Schriftsteller von bekannten Verlagen ausstellte. Da die Selfpublisher-Kaste immer größer wird und mehr und mehr an Bedeutung im Buchmarkt erlangt, hätte es mich gefreut, statt der großflächigen immer wiederkehrenden Darstellungen bereits bekannter Schriftsteller, den Selfpublishern Darstellungsflächen zu gönnen. Zumal die Messe in Frankfurt sich im Vorfeld werblich sehr auf die Selfpublisher Autoren konzentrierte.

Die Messe forderte die Selfpublisher-Autoren auf, sich auf ihrer Internetseite vorzustellen, mit Foto natürlich, unter dem Motto „Wir sind hier“. Doch an den Laufbändern hingen unter dem gleichen Motto wieder mal nur bereits bekannte Autoren von bekannten Verlagen, also reine Verlagsautoren. Das fand ich persönlich sehr schade.

Ich werde in weiteren Beiträgen mehr von der Messe berichten. Ich möchte mich auf diesem Wege jedoch gerne bei meinen treuen Lesern für ihr großes Interesse bedanken.

Eure

Caren Anne Poe

Ihr persönlicher Ratgeber „Polyarthritis Good Bye“

200-PolyarthritisUnser Körper ist ein riesengroßes Chemielabor, ein Kernkraftwerk, eine lebende Maschine, die ununterbrochen bis zum Ende unseres Lebens dieses Wunderwerk der Natur am Laufen hält. Denn unter unserer Haut ist permanent Action angesagt. In uns fließen ständig Flüssigkeiten, es wird gepumpt, geschoben, gezogen, gesaugt, zerquetscht, gepresst, gefressen, erneuert, repariert, abgewehrt, gebunden, ausgeschieden und umgewandelt. Und vieles, vieles mehr wird pausenlos erledigt. Sämtliche Vorgänge greifen perfekt in einander.

Mit diesem Ratgeber will die Autorin, selbst seit Jahrzehnten Polyarthritis-Patientin, Ihnen die Geheimnisse ihrer speziell entwickelten alternativen Medikation verraten, womit sie IHRE eigene Polyarthritis seit mehr als 25 Jahren erfolgreich bekämpft, OHNE Rheumamittel. Dieser Ratgeber will aber gleichzeitig sehr fundiert & ausführlich über die  allerneuesten Diagnose-, Behandlungsmöglichkeiten, sowie den wirkungsvollsten biologischen nebenwirkungsärmsten Medikationen aufklären, wobei die Prioritäten bei den alternativen Möglichkeiten liegen, ohne gefährliche Nebenwirkungen! Und Sie erfahren ganz nebenbei, warum die Autorin eines Tages beschloss, mit ihrer Familie nach Südfrankreich zu ziehen.

Ihre Caren Anne Poe

Wieso findet man keine e-Books auf Bestsellerlisten?

In einem Interview von 100-beste-bestseller-buecher.de mit der Qindie Gründerin, Verlegerin und selbst Schriftstellerin Susanne Gerdom, wieso keine E-Books in der Spiegelbestsellerliste auftauchen, war die Antwort ganz simpel. Denn diese und ähnliche Listen speisen sich über die Verkaufszahlen des stationären Buchhandels. Und hier zählen nur Bücher mit Hardcover. Offenbar erfanden die Verlage deshalb die Hybridform der Klappenbroschur, um so nun auch mit Taschenbuchneuerscheinungen „listenwürdig“ zu werden.

Susanne Gerdom sagte, sie persönlich habe keine Ahnung, warum die klassischen Medien alles ignorieren, was nicht per Publikumsverlag in die Welt gelangt. Sie fragt sich, ob es vielleicht an der Denkfaulheit und Bequemlichkeit der Medien liegen kann?  Sie sagte: Zitat: „Was nicht bei Holtzbrinck, Random House, Bertelsmann, Bonnier erschienen ist, kann nicht gut sein“?  Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus all dem plus der Tatsache, dass Entwicklungen der letzten Jahre, gerade was die elektronischen Medien angeht, schlicht verschlafen werden. Zitat Ende.

Aber ich denke, das wird sich bald ändern müssen. Denn nun plant Amazon auch als Verleger in Deutschland Fuß zu fassen und da die meisten neuen Autoren bereits mit Amazon verbandelt sind, wird sich zeigen, inwieweit es für uns Selfpublisher von Vorteil oder Nachteil werden wird. Im Moment ist Amazon & Co ein Segen für alle Indiautoren, denn ohne diese Plattformen würden viele gute Bücher niemals den Leser erreichen können.

Caren Anne Poe

 

Erstes Gerichtsurteil, das den Nichtnutzen von Zuschussverlagen dokumentiert

Bei Twitter fand ich heute einen interessanten Artikel zum Thema Druckkostenzuschussverlage

In einem Gerichtsurteil am Finanzgericht Rheinland-Pfalz Az. 2K 1409/12 wurde einem Kläger die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Veröffentlichung seiner Kurzgeschichten durch einen Druckkostenzuschussverlag verweigert. Binnen drei Jahren entstanden dem Kläger um die 11.000 €, bestehend aus Publikationskosten, Fahrtkosten, sowie Arbeitszimmer plus Ausstattung, die er nach nicht erfolgter erfolgreicher Vermarktung durch den Zuschussverlag nun als Verlust gegen seine Gewinne aus seiner logopädischen Arbeit verrechnen wollte. Das lehnte das Finanzamt ab, da es keine Gewinnerzielungsabsichten erkennen konnte, da keine entsprechenden Verkäufe seiner Bücher zu verzeichnen waren, und das hätten mindestens 1000 Bücher/ebooks sein müssen.

Vielmehr gelangte das Gericht zu dem Schluss, dass es sich bei dem Internetauftritt des Verlages bzw. der Verlagsgruppe, um keinen ernsthaften Vertrieb, noch Vertreter der verlegten Werke der zahlenden Autoren handeln würde. Somit habe der Kläger die Autorentätigkeit nicht als Beruf, sondern aus persönlichen Gründen und Neigungen heraus betrieben. Deshalb seien die damit verbundenen Kosten steuerlich nicht von Belang.

Finger weg von Druckkostenzuschussverlagen. Denn die werden offenbar nicht nur vor Gericht als nicht ernstzunehmende, unseriöse Verleger betrachtet, sondern sind auch bei den Buchhändlern nicht gerne gesehen, wie ich persönlich mehrfach erfuhr. Bücher, so sagte man mir seinerzeit, die von Druckkostenzuschussverlagen angeboten würden, nähme man gar nicht erst ins Programm auf, da diese Verlage jeden Autor und jedes Werk ins Programm nehmen, da sie nur davon leben. Ich habe aus diesen Aussagen gelernt.

Eure

Caren Anne Poe – Indie-Autorin