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Heyne Verlag

Das langsame Sterben der Buchhandlungen

Seit 2007 erlebte die USA ein Sterben der Buchhandlungen, weil viele Amazon unterschätzten.

Roman einer wahren Geschichte: „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum“

Heute stabilisiert sich die Lage etwas. Erstens lesen wieder mehr Leser lieber gedruckte Bücher, als immer nur am Bildschirm. Oder auf Lesegeräten oder ihren Tablets. Ein weiterer Grund sind die Möglichkeiten des BoDs. „Book on Demand“ Bücher von Selbstverlegern, Selbstverlegerinnen können heute somit auch im Buchladen bestellt werden.

Natürlich hat unsereiner es wesentlich schwerer, seine Bücher einer breiten Leserschaft bekannt zu machen. Ein großer Verlag pusht ein neues Buch mit teuren Marketingaktionen nach vorne.  Mit Aktionen, die sich kaum ein Selbstverleger leisten kann. Zudem fehlt ihm der Bekanntheitsgrad eines namhaften Verlags.

Wird der Buchhandel in Europa weiter das Potential vieler guter Selbstverleger/innen verschlafen, wird es bald mit dem Sterben der Buchhandlungen weitergehen. Siehe Buchhandlung Sternverlag in Düsseldorf. Das AUS nach 115 Jahren. Bücher von Selbstverlegern sollten nicht nur über Amazon & Co.  vermarktet werden können.

Ich fürchte ein Milliardengrab des Buchhandels, sollte die Branche nicht bald umdenken.

Und meine Erfahrung als Leserin: Nicht jedes Buch, dass als Bestseller vermarktet wird, verdient diesen Titel auch. 

Ich habe schon viele Bücher gelesen, die mit einem Aufkleber „Bestseller“ versehen waren. Bücher, die im Buchhandel auf einem großen Stapel lagen, mich anlockten. Leider war das eine oder andere Mal ein Bestseller sein Geld nicht wert. 

Andere Bücher wiederum von unbekannten Autoren oder Selbstverlegerinnen, verdienten oftmals eher das Prädigkat sehr gut.  Würden diese Bücher ebenfalls professionell vermarktet werden, stünden sie wahrscheinlich auch auf Bestsellerlisten. Hier liegt noch ein großes Potential für Verlage, die die neue Zeit nicht verschlafen wollen.

 

Caren Anne Poe

Autorin

Bravo Random House – Rausschmiss Skandal-Autor

Random House distanziert sich von seinem Autor Akif Pirincci

Akif Pirincci soll Hassreden bei einer Pegida-Veranstaltung vom Stapel gelassen haben.

Es heißt, Random House distanziere sich von einem ihrer Autoren, dem Katzenkrimi-Autor Akif Pirincci, der am Montag in Dresden eine Hass-Rede auf der Pegida Veranstaltung gehalten habe. Sie stoppten die Auslieferung älterer Pirincci Titel und kündigten das Vertragsverhältnis. Auch die Verlage Diana, Goldmann und Heyne distanzieren sich von diesem Autor. Random House bestätigte noch einmal, dass der Schutz der Demokratie und die Menschenrechte ein zentraler Bestandteil ihres verlegerischen Schaffens sei. Man werde in Zukunft keine Bücher dieses Autors mehr anbieten. Bravo!!! Leider hatte der Autor aber bei Edition Sonderwege und beim Kopp Verlag Unterschlupf gefunden. Ob sich diese Verlage damit einen Gefallen tun? Allerdings teilte lt. einer dpa-Meldung gestern Edition Sonderwege mit, dass man sich offenbar bereits im Vorfeld seiner Hass-Rede von diesem Autor getrennt habe und nun nach diesen Äußerungen die Trennung noch weniger bedaure. Gut, dass Verlage solchen Leuten nicht auch noch eine Geldquelle bieten.

Caren Anne Poe

Autorin