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Krankheit

„Irgendwann erschlag ich ihn!“

„Irgendwann erschlag ich ihn! Oder ertränke ihn im Pool. Oder gebe ihm eine Portion Arsen in sein Essen. Sein Verhalten ist kaum noch zu ertragen. Er macht mich krank und fertig.“ Wieder rang sie nach Luft, während ihr gesamter Körper bebte.

„Nun beruhige dich doch erst einmal wieder.“

Claudine zog Anna voller Mitleid in ihre Arme, um sie zu trösten. Doch dadurch steuerte Anna geradewegs auf einen Weinkrampf zu, weshalb sie sie abwehrte. Sie musste sich unbedingt zuerst alles von der Seele reden, andernfalls drohte sie daran zu ersticken.

„Sorry Claudine, aber ich muss ohnehin dagegen ankämpfen, mich nicht in einen Wasserfall zu verwandeln.“  Da mussten beide kurz lachen.

„Schon gut Anna, das verstehe ich doch. Erzähl, was ist passiert?“

„Es ist kaum noch zu ertragen. Stell dir vor, heute sitzen wir im Büro, ich arbeitete gerade an dem neuen Belegungsplan für die Saison, obwohl ich am liebsten sämtlichen Gästen absagen würde. Unvermittelt wendet sich Henning von seinem Schreibtisch ab. Ohne einen vorausgegangen Streit, ohne irgendein Vorkommnis sagt er spontan, er habe mich nie wirklich geliebt. Ich war wie vom Donner gerührt. Da lebst du fünfundzwanzig Jahre mit einem Mann zusammen, gehst mit ihm durch Dick und Dünn, bestehst ohne größere Blessuren die guten, aber auch die schwierigen Zeiten. Und dann erkennt der Kerl plötzlich nach einem viertel Jahrhundert, dass er dich angeblich niemals liebte. Hast du eine Ahnung, wie sich das anfühlt? Fünfundzwanzig Jahre meines Lebens mit einem Mann gelebt zu haben, der einen offenbar niemals liebte? Vielleicht ist ja nicht alles auf die Krankheit abzuwälzen. Ist es nicht möglich, dass er nur jetzt in diesem Zustand die Wahrheit sagt, genau das ausspricht, was ihn ernsthaft  bewegt? Wie bei Betrunkenen und kleinen Kindern, die ja bekanntlich auch ihre Gedanken auf der Zunge tragen?“

„Es tut so schrecklich weh.“

„Ich weiß, es wird dich in deiner derzeitigen Situation wenig trösten. Aber glaub mir bitte, das ist nicht mehr der Mann, mit dem du ein viertel Jahrhundert zusammen lebtest. Ganz sicher nicht. Ich kenne euch nun schon so viele Jahre. Das ist nicht mehr dein Henning, soviel ist sicher. Und ich glaube ganz ehrlich, dass dich dein Henning immer abgöttisch liebte. Auf mich machtet ihr all die Jahre den Eindruck von frisch Verliebten. Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich stets um deinen Henning beneidet habe?“

„Wirklich? Wieso?“

„Denke nur mal an die vielen Rosen, die er dir jeden Sonntag vom Markt mitbrachte. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, wann Michel mir das letzte Mal Rosen gekauft hat. Das liegt sicherlich mehr als zehn Jahre zurück. Das, was er heute sagt, darfst du nicht überbewerten. Es ist die Krankheit, nicht mehr er selbst.“

„Egal, ich musste die letzten Monate so viele Dramen durchleben, so viel Gemeinheiten schlucken, so viele Erniedrigungen ertragen. Nein, es geht nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr. Meine Nerven liegen inzwischen vollkommen blank. Mir fällt es immer schwerer, seine Spielchen, seine Gemeinheiten, seine Widerwärtigkeiten noch länger zu ertragen. Es muss jetzt etwas geschehen, es muss sich etwas ändern. Entweder ändert sich sein Charakter wieder oder es ändern sich die Gesichter in unserem Haus. So geht es jedenfalls nicht weiter. Sag du mir, was ich tun soll, bitte“, flehte Anna.

„Komm, lass uns zahlen und am Hafen spazieren gehen“, schlug Claudine vor.

Caren Anne Poe – Autorin

Meine Erfahrungen auf der Buchmesse Frankfurt 2014

Letztes Jahr war ich auf der Buchmesse, um mich genauestens über den Bereich Selfpublisher zu informieren. Dieses Jahr 2014 habe ich zwei Bücher  vorgestellt. Meinen Roman „Traurige Gewissheit…oder alles nur ein böser Traum“  , sowie meinen Ratgeber Gesundheit  „Polyarthritis Good Bye“

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Ich konnte viele interessante Gespräche führen und beobachten, wie oft meine Bücher in die Hände der Messebesucher genommen wurden. Es hatte mich angenehm überrascht, wie groß das Interesse an meinen beiden Büchern war. Seitdem steigen die Verkaufszahlen rapide an. Mein nächster Roman wird eine Persiflage, eine Parodie auf die Ehe von Ehepaaren ab 50.  Dieses Mal wird es viel zum Lachen und Schmunzeln geben.

Was ich allerdings sehr schade fand auf der Buchmesse war, dass man an den Laufbändern wieder einmal NUR Schriftsteller von bekannten Verlagen ausstellte. Da die Selfpublisher-Kaste immer größer wird und mehr und mehr an Bedeutung im Buchmarkt erlangt, hätte es mich gefreut, statt der großflächigen immer wiederkehrenden Darstellungen bereits bekannter Schriftsteller, den Selfpublishern Darstellungsflächen zu gönnen. Zumal die Messe in Frankfurt sich im Vorfeld werblich sehr auf die Selfpublisher Autoren konzentrierte.

Die Messe forderte die Selfpublisher-Autoren auf, sich auf ihrer Internetseite vorzustellen, mit Foto natürlich, unter dem Motto „Wir sind hier“. Doch an den Laufbändern hingen unter dem gleichen Motto wieder mal nur bereits bekannte Autoren von bekannten Verlagen, also reine Verlagsautoren. Das fand ich persönlich sehr schade.

Ich werde in weiteren Beiträgen mehr von der Messe berichten. Ich möchte mich auf diesem Wege jedoch gerne bei meinen treuen Lesern für ihr großes Interesse bedanken.

Eure

Caren Anne Poe