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Roman

RAUBKOPIEN von Büchern – die neueste Masche der Betrüger

Wer glaubt, nur die Musikbranche sei betroffen, der irrt sich gewaltig.

Der neueste Coup einer gigantischen Branchenmafia ist das Dealen mit angeblichen Gebrauchtbüchern!

Der Klau geistigen Eigentums ist ein Milliardengeschäft und nimmt auch in Deutschland inzwischen Ausmaße an, die eigentlich schon lange nicht mehr akzeptabel sind. Doch was macht die Politik? Wie immer. Sie steckt den Kopf in den Sand und tut so, als gäbe es dieses Problem nicht. DENN die heutigen Gesetze reichen offensichtlich bei weitem nicht aus, um diesem milliardenschweren mafiamäßigen Handel mit fremdem geistigen Eigentum zu stoppen.  

Wie in vielen anderen Bereichen wie Versicherungen, Gesundheit, Bankenwesen etc., ist der Geschädigte immer der Dumme. Warum? Weil in Deutschland die Beweislast beim Geschädigten liegt, anstatt bei den Tätern, bei den Betrügern, bei den Verursachern einer Sache. In meinen Augen ein total krankes Rechtssystem, dass eigentlich den Namen Recht nicht mehr verdient. Jede Woche sehen wir bei Frontal21, oder den Reportern, oder WISO, oder Zoom, oder, oder Fälle von solch gigantischen Betrügereien, die alle ungestraft bleiben, weil es den Geschädigten, wie auch in der Buchbranche, einfach unmöglich gemacht wird, die Beweise beizubringen.

Ein Autor, ein Selbstverleger, ein Verlag, ein Agent hat wohl kaum die Möglichkeit, von den massenhaften Anbietern geklautem geistigem Eigentum die Herausgabe ihrer Lieferquellen zu verlangen, was FALSCH ist!

Wenn massenhaft nicht nur eBooks kopiert und auf eigene Rechnung (Betrug) weiterverkauft werden, wenn sogar Bücher nachgedruckt werden, um sie dann über namhafte Shops als gebrauchte Bücher zu verkaufen, die dann als brandneue Bücher ausgeliefert werden, hat das mafiose Strukturen. Und was macht die Politik? Schafft sie etwa Fakten, damit die Geschädigten mit einem einfachen oder eingeschriebenen Brief die Nennung der Buchquelle verlangen können? Wo hat der Anbieter der gebrauchten Bücher das jeweilige Buch her? Wer hat es ihnen geliefert? Ich sage persönlich, NIEMAND, nach meiner bisherigen Erfahrung.

Ich suche ständig das Internet nach meinen Büchern ab. So schrieb ich hier in meinem Blog am 29. Mai 2015 bereits einmal einen Artikel über Raubkopien und wie ich es schaffte, meinen Roman „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum?“ von der Seite eines Shops, ähnlich wie Amazon, in Australien und Neuseeland gelöscht zu bekommen. Offenbar sind dort die Staatsanwaltschaften nicht so zimperlich, denn alleine meine Androhung, sie anzuzeigen, zeigte rasche Wirkung. Und hierzulande??? Im Eldorado der Kriminellen, würden sich die Leute totlachen und es würde zu einer Mammutaufgabe werden, alle zu verfolgen.

Aber ich frage mich, WIESO die Buchbranche es einfach geschehen lässt. Wieso tut man sich nicht zusammen und attackiert gemeinsam diese Betrüger. Gemeinsam wäre man stark, als Einzelkämpfer in Deutschland steht man allenfalls im strömenden Regen.

Caren Anne Poe

Neuer Bestseller? 2.Leseprobe des neuen Frauenromans – Ihr Urteil gefragt.

Hier kommt die zweite Leseprobe, die hoffentlich wieder viele Leser anzieht.

Über eine Coveridee würde ich mich freuen. Das Cover gibt es noch nicht.

Zur Einleitung bitte den ersten Teil lesen.

„Gil, wer sagt, dass wir die Männer brauchen?“

Sie nahm es ganz deutlich wahr, wie Roberts Schritte sich ziemlich hastig von Lynn entfernten. Aber Lynn´s Idee, Dave dafür zu lynchen, schien eine geradezu grandiose Idee zu sein, überlegte sie. Darüber sollte ich ernsthaft nachdenken. Männer scheinen wirklich von einem anderen Planeten zu stammen, wie wir Frauen, kam es Esther in den Sinn.  John Gray hat vollkommen recht mit seiner These, dass der Mann vom Mars und die Frau von der Venus abstammen muss. Männer und Frauen passen in Wirklichkeit einfach nicht zusammen, außer für Sex, zum Kinder machen und vielleicht noch eine Zeit lang, um von ihnen versorgt zu werden. Aber danach?

Diese Gedanken lenkten sie für einen kleinen Augenblick so sehr von all dem Geschehen ab, dass sie plötzlich feststellte, wie still es um sie herum wurde. Nichts drang mehr an ihr Ohr. Nicht das Gelächter ihrer Gäste, nicht Daves Stimme, nicht das Klatschen und Getuschel. Nichts, einfach nichts war mehr zu hören.

Angestrengt versuchte Esther die Stimmen wieder einzufangen. Aber es gelang ihr nicht mehr. Irgendwie musste sich die gesamte Gesellschaft plötzlich in Luft aufgelöst haben? überlegte sie. Wie ist das möglich?

Aber natürlich waren sie alle noch da und amüsierten sich nach wie vor köstlich über Daves Vorstellung. Doch ihr Gehirn schien Erbarmen mit ihr zu haben und blendete für einen Moment die Geschehnisse einfach aus. So drang nur noch ein dumpfes Gemurmel bis an ihr Ohr. Und Daves Stimme war schlagartig verstummt, sie erreichte Esther nicht mehr und sie war dankbar dafür.

Während sie erleichtert diese himmlische Ruhe genoss, wurde sie plötzlich wieder unsanft aus ihrer rettenden Lethargie gerissen. Schlagartig drang erneut lautes Gelächter, das laute Klatschen der Gäste und das große Stimmenwirrwarr an ihr Ohr. Irgendwie schien es ihr, als sei das Lachen und Klatschen sogar noch lauter geworden als zuvor. Offensichtlich war es vorbei. Noch immer stand Esther wie versteinert da und traute sich nicht, sich zu bewegen. Aha, Dave der große Unterhalter erhält nun seinen Applaus, das Theaterstück ist vorbei und der Künstler verneigt sich vor seinem Publikum, kam es Esther in diesem Moment in den Sinn. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder zu sich kam, als eine Gestalt sich schnellen Schrittes auf sie zu bewegte. Jedoch konnte sie im ersten Moment nicht genau erkennen, wer es war, weil die Sonne sie blendete. Dann spürte sie zwei kräftige Hände, die sie packten und fest umklammerten. Nun erkannte sie Dave im Schein der untergehenden Sonne, der sie freudestrahlend an sich riss, als habe er gerade den Jackpot im Lottospiel geknackt und als wolle er dieses Glück jetzt mit ihr teilen.

„Na Schatz, hat es dir gefallen?“

Dave zog sie schwungvoll so fest an sich heran, dass sie kaum noch Luft bekam. Dann gab er ihr einen Kuss auf ihr nach Flieder duftendes Haar, das ihr Kenny, ihr Friseur, noch am Morgen gewaschen und für diesen Abend wunderschön frisiert hatte. Dave ließ dabei seine Hand zärtlich ein paar Male an ihrem Rücken rauf- und runtergleiten, bis seine Hand auf ihrem Po zum Stillstand kam. Esther erschauderte und sie spürte, wie wieder die Röte der Wut in ihre Wangen stieg. Ihre schon seit langem aufgestaute Wut war jetzt kaum noch zu bändigen. Aber sie hatten viele Gäste im Haus, also musste sie sich weiter zusammenreißen. Doch sie selbst kam sich inzwischen wie eine verirrte und vergessene Bombe aus dem zweiten Weltkrieg vor, die jeden Moment hochgehen, jeden Augenblick explodieren konnte.

„Ich habe mir so viel Mühe damit gemacht“, wobei er ihr verschwörerisch in die Pobacken kniff, „um dir eine Freude zu machen. Ich hoffe, es ist mir gelungen. Es hat Stunden gedauert, bis es für meine Angebetete, nur für dich meine große Liebe geschrieben war.“
Du gottverdammter Heuchler, hätte sie am liebsten laut herausgeschrien.

„Es ist mein Geburtstag, es ist meine Geburtstagsfeier und es sind meine Gäste, die zu meinen Ehren gekommen sind.“

„Aber Schatz, das weiß ich doch. Hat es dir denn nicht gefallen?“

„Wie würdest du reagieren, wenn ich dich vor deinen Freunden so entblößen würde. Ich frage mich, ob ich dich wirklich kenne oder je gekannt habe.“

„Wie kannst du so etwas sagen? Was habe ich falsches gesagt oder getan? Ich würde dich auf Händen tragen. Das weißt du genau.“

„Nur das du es nicht tust.“

„Weil du mir keine Gelegenheit mehr dazu lässt.“

„Ha, jetzt bin ich wohl selbst schuld, dass du mich vor all meinen Freunden wie eine Idiotin hinstellst, mich so dermaßen entblößt?“

„Schatz, würdest du nur einmal richtig zuhören, würdest du wissen, dass ich nur aus Liebe zu dir dieses Gedicht für dich geschrieben habe und dass ich dich ganz sicher nicht damit verletzen wollte. Ganz im Gegenteil, Schatz, glaub mir bitte.“

„Soll das heißen, dass ich dir nie richtig zuhöre? Und nenne mich nicht immer Schatz.“

Wütend drehte Esther sich zur Seite.

„Mein Gott, jetzt mach doch nicht so einen Wirbel wegen meines Vortrags, den ich, ich versichere es dir noch einmal hoch und heilig“, wobei er schwörend den Zeige- und Mittelfinger zu einem V geformt nach oben streckte, „aus Liebe, nur aus reiner Liebe zu dir gehalten habe. Was ist falsch daran?“

„Du verstehst gar nichts, Dave.“

„Was soll das jetzt schon wieder heißen? Euch Frauen soll man verstehen?“

Dave fühlte sich langsam genervt von dieser Diskussion und Esthers unterschwelligen Vorwürfen, die sie ihm in letzter Zeit immer öfter um die Ohren schlug. Hätten sie keine Gäste hier gehabt, die Diskussion wäre sicherlich noch heftiger oder gar aus dem Ruder gelaufen. Wahrscheinlicher war es, dass sich diese Unterhaltung zu einem handfesten Streit ausgeweitete hätte. So hatte auch sie keinen Bock mehr, weiter diese sinnlose Unterhaltung zu führen.

„Heute ist dein Geburtstag, der letzte Lebensabschnitt beginnt für dich.“

„Danke, dass du mich daran erinnerst.“

„Was ist bloß los mit dir Esther? Kannst du nicht einfach, wie wir alle, deine Gäste und ich, diesen wundervollen Tag und diese herrliche Sommernacht genießen. Vergiss das blöde Gedicht.“

„Das kann ich nicht. Es hat mir die Augen geöffnet.“

„Jetzt mach da bloß kein Drama draus. Es war doch nur als Liebesbeweis und nicht als Demütigung gedacht. Versuch es doch bitte so zu verstehen, wie es ist. Es ist doch gar nicht alles so ernst gemeint gewesen.“
Dave bückte sich gerade zu ihr herunter, um ihr einen Friedenskuss zu geben, doch sie wandte sich blitzschnell ab, drehte sich auf den Fersen um und ließ den verdutzt schauenden Dave einfach stehen. Sie war nicht in Stimmung für den Austausch solcher Zärtlichkeiten. Noch während Dave ihr vollkommen entsetzt, ja brüskiert nachsah, wie sie mit strammen Schritten auf das Buffet zusteuerte, schlug ihm jemand von hinten kräftig auf die Schulter.

„Hi Dave, altes Haus. Das war wirklich köstlich, habe schon lange nicht mehr so herrlich lachen können, wie über dein Gedicht. Ich wusste überhaupt nicht, dass in dir so ein großartiger Poet steckt. Chapeau. Und wie fand Esther es?“

„Wieso fragst du?“

Dave beschlich plötzlich das unbestimmte Gefühl, dass Maureen ihn getäuscht hatte. Sein Gedicht löste zwar bei allen Gästen, jedenfalls den Männlichen, größte Freude und Begeisterung aus, nur nicht bei seiner Frau, der er schließlich das Gedicht widmete. Forschend blickte er in Alans Gesicht.

„Weil Sandra mir nach so einem Gedicht einen Einlauf verpassen würde, wie sie mich gerade warnte, ja nicht auch auf so eine Idee zu kommen. Frauen haben nämlich keinen Humor, und falls doch, dann jedenfalls einen anderen als wir Männer. Ich fand es auf alle Fälle köstlich gelungen, alter Junge.“

Voller Anerkennung der lyrischen Fähigkeiten seines Freundes Dave, klopfte Alan ihm nochmals auf die Schulter und dann verschwand auch er noch immer fortwährend lachend in Richtung Buffet. Maureen sah den einsamen Dave wie angewurzelt an der Stelle stehen, wo Esther ihn zurückgelassen hatte. Wie Esther so am Buffet stand, beobachtete sie Maureen kritisch, die ihren Blick nicht mehr von Dave ablassen konnte.

Maureen kommt mir neuerdings wie eine Spinne vor, die ihr Netz immer enger um ihre Opfer spannt. Ist Maureen überhaupt noch meine Freundin, fragte sich Esther in diesem Moment. Ihr Blick wanderte zwischen Maureen und Dave einige Male hin und her. Was läuft da zwischen den beiden? Aber will ich das überhaupt noch wissen? Sie beschloss, nicht weiter darüber nachzudenken.

Natürlich hatte Dave es nicht wirklich böse gemeint, dass wusste sie, und doch traf sie sein witzig gemeintes Gedicht wie ein Fausthieb ins Gesicht. Sie empfand es als Sarkasmus in reinster Kultur. Aber wie war Dave überhaupt auf so eine bescheuerte Idee gekommen, so ein Gedicht zu schreiben. Es war ganz und gar nicht seine Art und außerdem hielt er nie viel von Gedichten. Wer hatte ihn dazu angestiftet? Die Frage trieb Esther noch eine Weile um, während sie mal hier, mal dort mit ihren Gästen scherzte und sich allerlei Heucheleien anhörte.

Ihre Gäste amüsierten sich nämlich prächtig über Daves Vortrag, und das auf ihre Kosten. Das machte sie noch wütender auf Dave. Ich sollte über Lynns Idee nachdenken und ihn wirklich lynchen, überlegte sie einmal mehr. Und Maureen, die sich immer noch vor Lachen ihre Hände vor den Bauch hielt, kam nun direkt auf Esther zu. Sie wollte sich eigentlich schnell verdrücken, als Maureen sie an der Schulter packte und stoppte.

„Man, soviel Humor hätte ich Dave gar nicht zugetraut“, heuchelte sie schadenfroh. Sie spürte genau, wie verletzt Esther war und genoss diesen Moment in vollen Zügen.

Dann vergrub Maureen zu allem Übel auch noch ihre scheußlichen und viel zu langen künstlichen Fingernägel in Esthers Schulter. Wütend wischte sie ihre Hand weg und fauchte Maureen verärgert an. Doch das schien sie nur noch mehr zu amüsieren. Maureen hat sich irgendwie verändert. Was ist bloß los mit ihr, fragte Esther sich, während sie Maureen wütend anfunkelte. Irgendwas läuft zwischen dir und meinem Mann, da Wette ich drum. Wenn ich bloß wüsste was? Ihr brütet doch irgendwas aus, war Esther sich plötzlich sicher, während sie versuchte, Maureens Fassade zu durchbrechen.

„Was um alles in der Welt ist an diesem Gedicht so lustig? Hast du was damit zu tun?“

„So ein Quatsch. Seit wann kannst du keinen Spaß mehr vertragen? Sonst bist doch immer diejenige, die gerne mal ein Scherzchen auf Kosten anderer macht.“

Entrüstet wich Esther einen Schritt zurück.

„Spinnst du jetzt komplett? Ich mache nie Scherze auf Kosten anderer, wie kannst du nur so etwas sagen? Was ist bloß in letzter Zeit mit dir los? Hast du ein Verhältnis mit Dave?“

Noch im gleichen Moment verfluchte sich Esther dafür, die eifersüchtige Ehefrau zu spielen. Sie kam sich dabei so unbeschreiblich bescheuert vor, Maureen diese Frage zu stellen. Denn sie erwartete ja nicht ernsthaft eine ehrliche Antwort von ihr. Also hätte sie sich diese Frage auch sparen können.

Doch Maureen überging elegant die Frage ihrer Freundin und antwortete stattdessen: „Dave hat sich so viel Mühe für dich gemacht und wie dankst du ihm das? Ich wäre schon froh, wenn Keith mich überhaupt noch wahrnehmen würde.“

Esther wunderte es überhaupt nicht, dass Keith sich mehr und mehr von ihr entfernte. Irgendwie trieb sie neuerdings ein undurchschaubares Spiel. Schnippisch wandte Maureen sich von ihrer Freundin ab, aber nicht, ohne heimlich ihren inneren Sieg zu genießen. Dann verschwand sie im Pulk der anderen lachenden Gäste.

Dave durchzuckte es, als er die beiden Frauen zusammen sah, die sich offenbar feindselig unterhielten. Angespannt und nervös beobachtete er die Beiden. Er suchte in Esthers Gesicht nach einer Reaktion. Ihn beschlich im gleichen Moment ein ungutes Gefühl.

Hoffentlich macht sie es nicht noch schlimmer. Ich wüsste zu gerne, über was Maureen mit Esther gesprochen hat. Ich hoffe nur, sie hält sich an unsere Abmachung, dachte Dave nervös. Nachdem Maureen sich entfernt hatte, kam Dave eiligst angerannt, entriss Esther ihren Gedanken, in die sie auf dem Weg zum Wohnzimmer gerade tief versunken war.

„Was wollte Maureen von dir?“

„Nichts, sie hat deine Verteidigung übernommen. Seltsam, nicht wahr.“

„Was für eine Verteidigung?“

Dave war sichtlich beunruhigt.

„Habt ihr beide ein Geheimnis? Oder ein Verhältnis?“

„Jetzt drehst du aber vollkommen durch! Was soll diese schamlose Unterstellung, Esther, warum sagst du so etwas?“

„Weil mir Maureens Verhalten in letzter Zeit äußerst seltsam vorkommt und wie sie für dich in die Presche springt, alle Achtung.“

Während Esther den armen Dave wieder wie einen vergessenen alten Schuh stehen ließ, dachte sie über Maureen nach. Komisch, wieso entwickle ich auf einmal so eine Abneigung gegen Maureen? ging es ihr durch den Kopf. Zählt sie denn nicht mehr zu meinen besten Freundinnen? Doch irgendetwas stimmt nicht mehr mit ihr, das spüre ich genau. Irgendwas ist hier im Busch.

Der Abend verlief weiterhin zur vollsten Zufriedenheit ihrer geladenen Gäste. Doch Esther wurde es alles zuviel. So beschloss sie kurzerhand, als Erste ihre eigene Party zu verlassen. Sie schob plötzlich auftretende Bauschmerzen vor. Dave war ihr gefolgt.

„Wohin gehst du?“

„Schlafen.“

„Du kannst doch deine Gäste nicht einfach sich selbst überlassen, Schatz, die sind doch alle nur deinetwegen hier!“

„Wieso denn nicht, du hast sie doch bisher auch sehr gut unterhalten, ihr braucht mich nicht. Ich bin müde und habe Bauchschmerzen. Folgedessen gehe ich jetzt zu Bett. Es ist doch schon ziemlich spät. Lasst euch davon nicht stören. Hey Leute, hört mal alle her. Darf ich bitte mal kurz um eure Aufmerksamkeit bitten?“ rief Esther in die Runde. „Hey, seid doch bitte mal einen Moment ruhig.“
Nachdem sie kurzerhand die Musik ausgeschaltet hatte, schauten sämtliche Gäste überrascht zur Terrasse.

„Hört mal Leute, ich möchte mich bei euch allen für euer Kommen und die Geschenke bedanken. Ich hab´ mich wirklich sehr über euren Besuch gefreut. Bitte seid mir nicht böse, aber mir geht es im Augenblick nicht so gut. Ich denke, ich werde zu Bett gehen. Aber bitte, lasst euch nicht stören. Ihr könnt selbstverständlich so lange bleiben, wie ihr Spaß habt. Dave ist ja da und wird weiter für euer leibliches Wohl sorgen. Nochmals Danke für euer Kommen und gute Nacht allerseits.“

„Na bitte, was hab ich dir vorhin gesagt, sie ist sauer und zwar richtig sauer, da gehe ich jede Wette mit dir ein“, meinte Lynn Paddy siegessicher, die während Esthers kleiner Ansprache schnell zu Robert Bennet huschte, ihn an seinem Hemd packte, um ihren Verdacht zu bestätigen.

Esther verließ die Terrasse und ging ins Haus. Irgendwie war sie müde des Lebens. Wieso um alles in der Welt bin ich in letzter Zeit nur so gereizt? fragte sie sich immer öfter. Habe ich vielleicht einfach nur überreagiert? Hatte Dave sich nicht wirklich alle Mühe gegeben, mir eine Freude zu machen? Und ich, ich dumme Kuh habe ihm dafür den ganzen Abend verdorben. Aber warum konnte mich sein Gedicht so dermaßen aus der Fassung bringen?  

Ein ganz kleines schlechtes Gewissen, noch kleinere Schuldgefühle ließen sie einen winzigen Moment nachdenklich werden. Doch das verging sehr schnell wieder. Eigentlich war es ihr egal, ob sie Dave damit kränkte oder nicht. Auf dem Weg in ihr  Schlafzimmer, hörte sie plötzlich Daves aufgebrachte Stimme, die  sie  jedoch nur noch dumpf wie ein Tunnelecho erreichte.

„Du kannst jetzt unmöglich ins Bett gehen?“, rief er ihr vom Flur aus hinterher. Das hier ist deine Feier, es sind schließlich deine Gäste, wie du gerade selbst festgestellt hast. Du kannst mich doch jetzt nicht mit allem hier alleine lassen! Esther, komm sofort zurück!“

Sie verschloss die Zimmertür hinter sich,  ging ins Bad, zog sich aus, schminkte sich ab und betrachtete nackt ausgiebig und sehr kritisch  ihren Körper im Badzimmerspiegel, der über die gesamte Wand reichte. Sie hatten sich seinerzeit entschieden, eine Wand ganz aus Spiegelglas fertigen zu lassen. Esther liebte es, sich in einem Spiegel ganz betrachten zu können, nicht immer nur den Kopf oder allenfalls mal einen halben Körper. Meistens blieben dabei die Problemzonen der Frau unsichtbar, weshalb man kaum sah, was dringend korrigiert gehörte.

Nun hat mein Körper bereits ein halbes Jahrhundert hinter sich gebracht. Was fangen wir nun mit unserer zweiten Lebenshälfte Schönes an.

„Hast du eine Idee“, fragte sie ihr Spiegelbild. Kritisch betrachtete sie sich von allen Seiten in ihrem Spiegel. Sie fuhr sich mit der Hand durch ihre langen rotblonden Haare, die auch jetzt noch wie eine wunderschöne Löwenmähne in weichen Locken über ihre Schulte hingen.

„Bin ich noch attraktiv oder schon fern ab von Gut und Böse? Was meinst du dazu Mädel, sind wir noch attraktiv genug, dass sich andere Männer nach uns umdrehen werden, sich nach uns verzehren? Soll ich mir vielleicht mal meine Haare schwarz oder dunkelbraun färben lassen? Oder meinst du, mir würde mal zur Abwechslung eine flotte Kurzhaarfrisur besser zu Gesicht passen.“

Sie drehte ihr lockiges Haar zu einem Dutt zusammen und betrachtete sich so mit kurzem Haar.

„Nein, ich denke die langen Haare, besonders, wenn sie so dick sind wie meine, sehen einfach geiler, sexier, attraktiver aus oder was meinst du?“

Sie entließ ihre Haare aus der Zwangsumklammerung und zupfte sich ihre Locken wieder zurecht. Dabei betrachtete sie sich erneut von allen Seiten. Sie führte in letzter Zeit gerne mal ein Zwiegespräch mit ihrem Spiegelbild.

Aus der Ferne drang die Musik von Tina Turner an ihr Ohr. Sie sang gerade ihren grandiosen Song Nutbush, die ihre scheinbar nicht zu versiegende Superpower widerspiegelte. Automatisch geriet man in Schwingung, ob man wollte oder nicht. Nutbush, noch während sie sich weiterhin von allen Seiten im Spiegel betrachtete, begann Esther sich im Rhythmus der Musik zu bewegen und schaute sich dabei im Spiegel zu. Das erregte sie plötzlich ungemein. Sie betrachtete dabei ununterbrochen ihr Spiegelbild, während ihre Hände ihre noch immer straffen Brüste umschlangen, die sich wie Knospen einer Rose stolz nach vorne wölbten.

„Nicht schlecht für dein Alter, meine Liebe.“

Das Dröhnen der Musik aus den großen Lautsprechern ließ den Boden in der ersten Etage erzittern. Irgendjemand musste die Laufstärke hochgestellt haben, denn Dave war das sicher nicht. Er hasste zu laute Musik. Nur sehr vage vernahm sie das Klopfen an der Schlafzimmertür, das sich langsam zu einem Pochen entwickelte. Dave stand draußen vor der Tür und wollte, dass sie ihm öffne. Sie ignorierte es einfach und konzentrierte sich weiter auf die herrliche Musik und ihre Gefühle.

„Klopf du nur. Heute schläfst du ganz sicher im Gästezimmer, soviel ist sicher mein Liebling.“

Die Vibration drang durch ihren Körper, ja, sie stimulierte sie auf eine seltsame Art und Weise, die ihr ein ganz neues wundervolles Gefühl vermittelte.  Ihre Hand glitt sanft wie von selbst von ihren Brüsten über ihren Bauch zu ihren Schamlippen. Als ihre rechte Hand über ihr Schambein glitt, spürte sie ein unglaubliches Verlangen, sich selbst zu befriedigen. Mit zwei Fingern umklammerte sie ihre Klitoris, ihr wurde heiß und sie stieß genussvoll und voller Wonne ihren Mittelfinger in ihre Vagina. Sofort vergaß sie alles andere um sich herum. Nichts außer ihr, ihrem Spiegelbild und ihrer großen Lust auf Selbstbefriedigung existierten in diesem Moment.

Mit geschlossenen Augen stellte sie sich vor, es wären die Finger eines rassigen, geilen, aber zärtlichen Liebhabers. Sie sah einen muskulösen, gut aussehenden, braungebrannten schwarzhaarigen Mann mit stahlblauen Augen, einem muskulösen Körper und einem wundervoll männlichen Geruch vor sich. Sie spürte, wie sein straffer Körper mit ihrem verschmolz. Sie stellte sich vor, wie er sie zärtlich glücklich machen würde. Sie steigerte sich so sehr in diese Vorstellung, dass sie glaubte, ihn wirklich riechen und spüren zu können.

Mit den Handballen stimulierte sie ihren Kitzler in rotierenden Bewegungen, was sie immer mehr in Stimmung brachte, sie immer geiler werden ließ. Ihr Mittelfinger drang in rhythmischen Bewegungen tief in ihre Scheide ein. Sie war inzwischen so feucht wie ein großes biotopisches Feuchtgebiet. Mit ihrem Mittelfinger befeuchtete sie zwischendurch ihre inneren Schamlippen, sodass ihre Hand besser gleiten konnte. Ein unbeschreibliches Kribbeln begann ihren ganzen Körper zu erobern.

Ihre linke Hand umklammerte noch immer ihre Brust, während sie nun langsam zu Boden sank. Mit weit gespreizten Beinen drückte sie sich gegen die Spiegelwand, öffnete nun wieder ihre Augen, um sich bei der Selbstbefriedigung zuzuschauen, was sie noch mehr erregte. Mit lautem Stöhnen wurde ihre Hand immer schneller in ihrer Bewegung. Esther wurde so geil und feucht, wie lange schon nicht mehr. Jede Selbstberührung genoss sie in vollen Zügen, als sei es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie solche starken Empfindungen habe. Inzwischen bebte ihr gesamter Körper und schrie förmlich nach mehr. Sie schloss wieder ihre Augen und sah sofort das Bild dieses rassigen Mannes vor ihrem geistigen Auge. Mit ihm kam sie ihrem Orgasmus immer näher.

Rezensieren erbeten

Eure Caren Anne Poe

 

Chiccos abenteuerliche Reisen

Meine Hundegeschichte „Chiccos abenteuerliche Reisen“ ist gerade erschienen, kann in jeder Buchhandlung bestellt werden, natürlich auch als eBook und über Amazon. 

chicco- Kopie

Chiccos abenteuerliche Reisen

Ich habe zum ersten Mal Twentysix-Random House ausprobiert. Twentysix ist eine neue Plattform für Selfpublisher, die zu Random-House gehört, die zusammen mit BoD die Bücher auch über den örtlichen Buchhandel vertreibt. Somit wird das Buch von ihnen im VLB Verlag geführt und zwei Exemplare des neuen Taschenbuchs gehen an die beiden Staatsbibliotheken. Für uns Selfpublisher bedeutet das eine enorme Erleichterung. Jetzt muss sich nur noch zeigen, wie sich das Büchlein verkaufen lässt, wie oft es auch über den örtlichen Buchhandel verkauft wird. Ob sich das lohnt.

Chicco ist ein kleiner Maltesermischling, der von seinen Leuten während einer Urlaubsreise in Spanien einfach an einer Autobahnraststätte zurückgelassen wird. Verzweifelt rennt er am Autobahnrand seinen Leuten hinterher und bald schon erlebt er seine ersten spannenden Abenteuer, als er erschöpft in einem Wald Schutz sucht. Ein Schuss fällt und eine aggressiv bellende Hundemeute kommt direkt auf ihn zu. Die Hunde nehmen seine Fährte auf. Bedrohlich kommen sie mit fletschenden Zähne näher. Chicco sieht sein Ende kommen. Blut trieft aus dem Maul des Anführers. Chicco schließt die Augen, denn er will dem Tod nicht auch noch in die Augen schauen müssen.

Doch die Jagdhunde haben eine Aufgabe zu erfüllen. Aber sie warnen ihn vor den Menschen hier und dass es für ihn besser sei, die Wildnis zukünftig zu meiden. Man würde mit streunenden Hunden kurzen Prozess machen, wobei sich der Anführer demonstrativ nach dem abgeschossenen Vogel umdrehte, den er kurz zuvor noch im Maul trug. Und nun beginnt Chiccos sehr abenteuerliche Reise in eine ungewisse Zukunft.

„Chiccos abenteuerliche Reise“ ist eine Buchneuerscheinung und meine Buchempfehlung für jeden Tierfreund, der gerne Hundegeschichten liest.

Caren Anne Poe

 

ZDF-Zoom über die Macht von Amazon

Interessanter Bericht bei ZDF-Zoom über die Macht von Amazon

Woran kann es liegen, wenn ein Buch alle Kriterien eines Bestsellers erfüllt und trotzdem bei Amazon nicht die entsprechenden Verkaufszahlen erreicht? Machtmissbrauch? 

Am 17.6.2015 sah ich einen sehr interessanten Bericht im ZDF Zoom über Amazon, der mich noch nachdenklicher machte. Am 29. Mai 2015 schrieb ich hier in meinem Blog bereits einen Artikel über Raubkopien der Bücher von Selfpublishern. Denn ich hatte festgestellt, dass ein anderer großer Shop in Australien, offenbar Partner von Amazon, mein Buch als gedrucktes Buch zu einem utopischen Preis anbot, mit dem Hinweis, man habe die Exklusivrechte. Ich habe bei Amazon unverzüglich auf die extended distribution verzichtet, da ich den Shop unter diesen Partnern vermutete.

Woran liegt es, wenn ein Buch alle Kriterien für einen Bestseller erfüllt und trotzdem nicht die gewünschten Verkaufszahlen erreicht? 

Dann nahm ich Kontakt mit einem anderen Distributor auf, um die Frage zu stellen, wie man normalerweise seine Verkäufe als Selfpublisher überhaupt kontrollieren könne. Und ich stellte die Frage, wie kann ich mich als Selfpublisher überhaupt gegen Betrug wehren. Zum Beispiel, wenn Amazon & Co von den Büchern der Selfpublisher nur jedes 2. oder 3. verkaufte Buch nicht abrechnen würde, sprechen wir hier nicht von Peanuts, sondern über Milliarden Einnahmen, OHNE einen Handschlag dafür tun zu müssen. Die Arbeit haben ja schon die Selfpublisher geleistet. Ich wundere mich nämlich über meine Verkaufszahlen. Bei Zig Millionen Lesern, scheint es beinahe unwahrscheinlich, dass ein interessanter Roman Titel: „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum„, zumal nach einer wahren Begebenheit geschrieben, mit einem Cover, das bei Testlesern sehr gut ankommt, sowie bei Lesern, mit denen ich in Kontakt treten kann, viel Lob erfährt, nicht monatlich mindestens einige tausend Bücher den Leser erreichen? Woran liegt es also?

Am Buch kann es eigentlich, nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht liegen. Berichte, wie der von ZDFzoom verschlimmern meine Ängste. Denn welche Kontrollmechanismen stehen uns denn zur Verfügung? Erhalten wir genaue Details über die Verkäufe? Wer kontrolliert die Großen? Nach meiner Frage nach Kontrolle, sagte man mir, Amazon sei so unendlich groß, dass sie das gar nicht nötig hätten. Dann frage ich mich, wieso sie dann ihre eigenen Händler offensichtlich, wie bei ZDF Zoom gezeigt, ruinieren müssen.

Ein altes Sprichwort sagt, Geld verdirbt den Charakter. Wenn es um ein Milliardengeschäft ohne jegliche Arbeit oder eigenes Investment geht? Ist das nicht verlockend? Außerdem würden diese Verkaufsplattformen von den Steuerbehörden genauestens kontrolliert. Wie viele Bücher sind versendet worden und wie viel abgerechnet. OK.  ABER wie sieht es mit den eBooks aus. Mit einer speziellen Software kann man hier eine genaue Kontrolle sicher ausschließen. Ich glaube persönlich nicht, dass sich das von Dritten kontrollieren lässt. Wir müssen uns auf Gedeih und Verderb auf die Ehrlichkeit unserer Partner verlassen und das in einer Zeit wie heute. Bereitet mir echte Kopfschmerzen. Ich habe noch geschäftsmäßig gelernt „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Caren  

Kann Krankheit einen Menschen um 180° verändern?

Weiterer Auszug aus meinen spannenden biografischen Roman „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum?“

„Oh verdammt, wie ich das alles inzwischen hasse“, fluchte sie auf dem Weg zur Haustür laut vor sich hin.

Erleichterung. Aufatmen. Da war Gott Lob weit und breit nichts von ihm zu sehen, noch zu hören. Nichts war zu hören, außer dem Rauschen der Pinien, dem fröhlichen Rufen einiger Turteltauben und dem Hupen ihrer Nachbarin, die gerade mit ihrem Jeep freundlich grüßend vom Kindergarten zurückkam. Ihre kleine dreijährige Tochter saß im Fond des Wagens und winkte Anna freudig mit ihrer kleinen Hand zu.

Sein BMW war nirgends auszumachen. Er war offenbar wirklich weggefahren. Erleichtert atmete Anna auf. Ob unsere Nachbarin weiß, was sich bei uns abspielt? überlegte sie kurz, während sie ihr freundlich zurückwinkend nachsah, als ihr Jeep sich die steile Auffahrt zu ihrem Haus hinaufquälte. Die Auffahrt ihrer Nachbarin war so steil, dass, falls es jemals schneien sollte, sie keine Chance hätte, mit irgendeinem Fahrzeug zu ihrem Haus zu gelangen. Wahrscheinlich nicht einmal mit ihrem Jeep.

Schnell begab sich Anna zurück ins Haus und rannte die eine Etage hinunter zum Büro. Ihr Haus verlief über drei Etagen. Im Untergeschoss befanden sich die Gästezimmer, die Küche, das Esszimmer und der große Salon. Von allen Etagen und Zimmern schaute man aufs offene Meer und nach Saint Tropez hinüber. Die Privaträume, sowie eine große Bibliothek und das Büro befanden sich auf der ersten Etage.

Nun durfte sie keine Zeit verlieren. So eine Chance, so eine gute Gelegenheit, mal einen Blick in Hennings Computer zu werfen, würde sich sicher sobald nicht wieder ergeben. Denn seit sie aus Miami zurück waren, tat er immer sehr geheimnisvoll damit. Oft fragte sich Anna verwundert, was er wohl vor ihr zu verbergen suchte. Denn normalerweise ließ er ihn auch niemals alleine zurück, nicht ohne ihn zuvor herunterzufahren. Deshalb war ihr nicht ganz wohl bei dem Gedanken, an seinen Computer zu gehen. Es bestand immer noch die Gefahr, dass es gar kein Zufall war, sondern wieder nur eine seiner perfiden Aktionen in einem seiner bösen Spielchen.

Sicherheitshalber lauschte Anna noch einmal ins Haus hinein, hielt den Atem an und wartete einen weiteren Moment. Doch da bewegte sich nichts im Haus. Schnell machte sie sich über seinen Computer her. Adrenalin durchströmte ihren Körper, ihr Herz hämmerte wie wild und ihre Hände zitterten vor Erregung. Sie mochte sich seine Reaktion gar nicht erst vorstellen, sollte er sie hier an seinem neuerlichen Heiligtum erwischen.

Caren Anne Poe – Autorin

Kann ein Schlaganfall den Charakter ändern?

Weiterer Auszug aus meinem Buch „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum“

„Henning, was ist los? Wieso schaust du mich so komisch an. Was ist bloß los mit dir? Was hab´ ich dir eigentlich getan, dass du mich plötzlich so hasst? Starr mich bitte nicht so an, du machst mir echt Angst.“

Doch Anna ahnte irgendwie schon, dass er genau das damit bezweckte. Dass er gerade dabei war, irgendeinen neuen Giftpfeil auf seiner Zunge bereitzulegen, um ihn ihr entgegenzuschleudern. Sie schaute in seine früher so sanft wirkenden hellblauen Augen. Doch jetzt, in diesem Moment, da wirkten sie eher wie die Augen eines Raubvogels. Mit weit geöffneten Pupillen und einem starrem Blick fixierte er sie, ohne zu antworten. Er starrte sie nur kaltherzig an und schwieg weiter. Anna lief ein kalter Schauer über den Rücken.

Sie spürte jetzt, wie sie sein Blick regelrecht durchbohrte. Ihre Magenwände krampften sich zusammen und Anna wusste sofort, es war wieder soweit. Was hat er dieses Mal vor? Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als Henning endlich antwortete. Neuerdings liebte er es, Spannung zu erzeugen, geheimnisvoll zu wirken, sie ratlos zu machen. Doch auch dieses Mal war es natürlich nichts Freundliches, was er ihr zu sagen hatte. Er wollte ihr nur den nächsten Tiefschlag versetzen. Es nahm einfach kein Ende mehr. Noch immer war sein Blick fest auf ihre Augen gerichtet. Mit hassverzehrter Stimme und in einem extrem scharfen Tonfall begann er seine Rede: „Weißt du eigentlich, dass ich dich nie geliebt habe?“

Während er mit einem angewiderten Gesichtsausdruck zu ihr sprach, machte er eine abschätzige Handbewegung. Anna spürte augenblicklich, wie sich ihr Puls beschleunigte. Ein unangenehmer Stich jagte durch ihr Herz.

„Ja, ich bin mir heute sogar ganz sicher, dass ich dich nie wirklich liebte. Das ist mir jetzt klar geworden, sonnenklar. Wie konnte ich nur all die Jahre so blind gewesen sein.“

„Willst du mir damit sagen, dass du mir in all den Jahren, in denen wir uns mit großer Zärtlichkeit und Leidenschaft liebten, uns oft stundenlang aneinander kuschelten, nur etwas vorgemacht haben willst? Das du in Wirklichkeit nie etwas für mich empfunden hast, das alles nur Theater war. Alles nur eine einzige Lebenslüge? Ist es das, was du mir damit sagen willst?“ fragte Anna entsetzlich geschockt. Ihre Stimme begann zu vibrieren, sie schien ihr beinahe zu versagen, obwohl sie sich immer wieder, und immer wieder schwor, sich nicht mehr von ihm provozieren zu lassen. Doch das hier, das ging an die Substanz. In seiner maliziösen Stimme schwang jetzt Trotzigkeit mit.

„Wieso denn Lebenslüge? Wie du weißt, hatte ich ja jetzt genügend Zeit gründlich darüber nachzudenken, mir Klarheit über uns zu verschaffen. Und nun teile ich dir lediglich das Ergebnis meiner Überlegungen mit. Ich denke nämlich, du solltest es wissen. Es ist doch nur fair, dass ich es dir offen sage.“

Wie eine Trotzburg saß er mit verschränkten Armen nun vor ihr. Selbstgefällig lehnte er sich zurück, streckte salopp und entspannt seine langen Beine vor ihr aus und schmunzelte sie kampfeslustig an.

Caren Anne Poe – Autorin

Eine wahre Geschichte – Roman

Ihre Kräfte waren längst aufgezehrt. Denn seit eineinhalb Jahren ging das nun schon so, seit sie zurück waren. Doch sein Zustand, jedenfalls der Geistige, wurde statt besser immer unerträglicher. Es war beinahe unheimlich, wie sehr er sich veränderte, auf einmal jeden verdammten Tag seinem Vater ähnlicher wurde. Henning hatte seinen Vater knapp dreißig Jahre für diese Art mit seinen Mitmenschen umzuspringen gehasst. Ja, er verachtete ihn dafür. Anna kam es so vor, als habe die Krankheit in seinem Gehirn ein vollkommen neues Programm aufgespielt.
Wie in Trance griff sie nach dem Telefon und wählte die Nummer ihrer Freundin. Es dauerte eine ganze Weile, die Anna beinahe marternd lang vorkam, als sie endlich Claudines Stimmer vernahm.

„Hallo Claudine, ich brauche dringend jemanden zum Reden, sonst platze ich. Ich bin so verdammt wütend.“

„Was ist wieder passiert?“

„Das erzähl´ ich dir später. Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr. Henning wird immer abartiger und vor allem unberechenbarer.“
Und wieder musste Anna gegen ihre Tränen ankämpfen. Ihre Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an, ihr Mund war vollkommen ausgetrocknet.

„Ich brauche unbedingt deinen Rat und jemanden zum Reden. Der Kerl macht mich vollkommen fertig.“

„Reicht es dir, wenn wir uns in einer dreiviertel Stunde im Café Wafou treffen? Ich muss dringend noch ein paar Kunden anrufen, aber dann habe ich Zeit für dich.“

„Merci ma Cheri, du bist ein echter Schatz. Ich gehe schon mal runter in die Stadt. Ich muss hier raus. Mein Gott bin ich froh, dass noch keine Gäste im Hause sind, ich könnte sie jetzt nicht ertragen.“

Claudine war eine gute Freundin in Sainte Maxime, wo Anna und Henning inzwischen ein kleines Hotel betrieben. Ihr Haus lag, wie ja schon erwähnt, auf einem Hügel, mit einem traumhaften Blick auf den Golf von Saint Tropez, auf das offene Meer und natürlich konnte man von ihrem Haus aus direkt zur Stadt Saint Tropez hinüberschauen. Ihnen gegenüber lag die Halbinseln von Saint Tropez, auf der viele Prominente ihre Supervillen besaßen, wie Gunter Sachs, Brigitte Bardot, Paul Newman, Francois Mitterrand, der Baulöwe Christian Krawinkel, sogar Nina Hagen, einige Sportprofis und natürlich auch die Familie Al Fayed, um nur einige wenige zu nennen. Ihre Gäste saßen damals oft stundenlang mit Ferngläsern bewaffnet auf der Terrasse ihres Hotels und verfolgten die rauschenden Feste. So auch das der Familie Al Fayed, als die beiden frisch Verliebten, Dodi und Diana (Prinzess Di), dort einst mit Dodis Motoryacht vor Anker lagen…..

Weiterer Auszug aus meinem Roman : „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum?“

Nach einer wahren Begebenheit

AUSZUG AUS MEINEM ROMAN

Wie eine Trotzburg saß er mit verschränkten Armen nun vor ihr. Selbstgefällig lehnte er sich zurück, streckte salopp entspannt seine langen Beine vor ihr aus und schmunzelte sie kampfeslustig an.

„Macht es Spaß?“

„Was? Was meinst du?“ fragte er scheinheilig, wobei er schadenfroh und spöttisch vor sich hin lächelte.

„Macht es Spaß, mich ständig zu schockieren, mir ständig irgendwelche Gemeinheiten an den Kopf zu werfen?“

„Was kann ich dafür, wenn du Fakten nicht akzeptieren kannst. Und Fakt ist nun einmal, dass ich jetzt weiß, dass ich dich nie liebte. Ich frage mich sowieso schon länger, wieso mir das erst jetzt klar wurde.“

„Du bist so wunderbar gemein. Du scheinst dir richtig gut in deiner neuen Rolle eines zweiten J.R. Ewing zu gefallen. Ist es nicht so?“

„Wenn du meinst, dass ich nur eine Rolle spiele, muss ich dich enttäuschen.“

„Aber wenn du glaubst, dass du der Einzige hier bist, der sich seit geraumer Zeit allerlei Fragen stellt, dann muss ich dich ebenso enttäuschen.  Denn auch ich stelle mir seit einigen Wochen einige Fragen.“

„So, na dann mal raus mit der Sprache. Wenn wir schon dabei sind, uns gegenseitig Klarheit zu verschaffen, dann leg mal los. Nur keine falsche Scheu. Sag schon, worüber denkst du angeblich schon lange nach?“
Eigentlich hatte Anna sich geschworen, egal wie gemein er auch zu ihr sein würde, so etwas niemals auszusprechen. Niemals so tief zuzuschlagen. Sich niemals auf sein Niveau zu begeben. Doch das Fass des Unerträglichen war inzwischen mehr als voll bei ihr.

Ein kleiner Auszug aus dem Roman: „Traurige Gewissheit … oder ist alles nur ein böser Traum?“

 

Interview mit der Autorin Caren Anne Poe

http://lesen.abs-textandmore.de/2015/05/interview-mit-caren-anne-poe-autorin-des-romans-traurige-gewissheit/

Letzte Woche hat Frau Ann-Bettina Schmitz von der ABS-Lese-Ecke mit mir als Autorin ein Interview geführt. Wer gerne mehr darüber erfahren, das gesamte Interview lesen möchte, kann den oben eingefügten Link anklicken.

Aus dem Interview wird der interessierte Leser auch mehr über meine neuen Projekte erfahren. Wer mit mir in Kontakt treten möchte, sollte dies per Mail tun: autor@caren-anne-poe.com 

Caren Anne Poe

Die neuen Bestseller 2015

Der Schicksalsroman „Traurige Gewissheit …oder ist alles nur ein böser Traum?“, nach einer wahren Begebenheit, hat alles, was ein Buch haben muss, um zum Bestseller zu werden. Spannend, fesselnd, mitreißend. Man durchlebt spannende und fesselnde Momente, genau wie eine bezaubernde Liebesgeschichte, dann wieder Spannung und die Dramen, die diese Geschichte begleiten. Nicht genug damit, dass sich Annas Ehemann nach einem viertel Jahrhundert und nach einer schweren Erkrankung psychisch komplett verändert, von einem Gut-Menschen zum Böse-Menschen wird, Annas harmonische und glückliche Beziehung zu Henning in einen tiefen Abgrund stürzt, dann kommt es auch noch zum Zerwürfnis mit ihrem einzigen Kind, ihrer Tochter Tatyana.

Dieser Roman, diese Geschichte, die eigentlich die Geschichte der Autorin ist, nimmt die Leser mit auf eine Reise, die alle Facetten des Lebens aufzeigt. Von einer Liebesgeschichte, wo die Liebe wie ein Blitz einschlägt, von abenteuerlichen und fantastischen Reisen, von Überfällen der Polizei mitten in der Nacht, von Morddrohungen und zerstörten Autos, von beruflichen Erfolgen, die Bekanntschaften einiger Prominenter, dem freudigen Ereignis, endlich ein Kind zu bekommen, bis hin zu dem Moment, wo ihre wunderbare Liebe, ihr bis dato aufregendes, aber gleichzeitig wundervolles Leben an der Côte d´Azur wie nach einem Erdbeben zerstört in Scherben vor ihr liegt. Als ob das noch nicht Unglück genug wäre, entwickelt sich ihr einziges Kind, ihre Tochter Tatyana zu ihrem ärgsten Feind.

Dieser biografische Roman beschreibt schonungslos, wie brutal nicht nur das Schicksal, das Leben sein kann, sondern auch das eigene Kind. Man kann kaum glauben, wie grausam die eigenen Kinder werden können.

Das Buch hat meines Erachtens alles, um auf den Bestsellerlisten zu landen.

Ich wünsche es der Autorin.

Veronique Verhusen – Journalistin